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Kirsten Haarmann

#dspp18: Unter vier Augen05.10.2018 | Heute im Gespräch mit Ulrike Schimming

Wir haben uns mit der Shortlist-Kandidatin Ulrike Schimming unterhalten. Ihr Buch "Glaube Liebe Stigmata" hat es in diesem Jahr auf die Shortlist des Deutschen Selfpublishing-Preises geschafft.

Wie war deine erste Reaktion, als du von deiner Nominierung für die Longlist erfahren hast?

Ich kam aus der Mittagspause, in der ich zu meiner eigenen Beruhigung gerade ausgerechnet hatte, dass die Chance, auf der Longlist zu landen, bei etwa 1,5 Prozent liegt. Ich wollte mich wappnen, damit ich nicht so enttäuscht wäre, falls es nicht klappt. Als ich die Mail aufmachte, war ich erst einmal sprachlos. Dann bekam ich eine Gänsehaut ... und den Rest des Tages hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht.

Warum sollte dein Buch gewinnen?

Es erzählt die hierzulande eher unbekannte, aber sehr faszinierende Geschichte von Padre Pio und Mary Pyle, die in weiten Teilen tatsächlich passiert ist. Sie lässt sich jedoch nicht gut in irgendwelche verkaufstechnische Schubladen einordnen und liegt daher jenseits des Mainstreams. Das Verhalten der Figuren gibt auf vielen Ebenen zu denken – zum einen über den Glauben, wie weit Menschen dafür gehen würden, was sie sich dafür zumuten oder wann der Punkt gekommen ist, sich davon loszusagen, zum anderen zeigt sie aber auch, was Menschen alles tun, um Aufmerksamkeit zu erregen ... und das ist doch ein sehr aktuelles Phänomen.

Was wünschst du dir im Bereich Selfpublishing für die Zukunft?

Ich fände es wünschenswert, wenn die klassischen, etablierten Medien in ihrer Berichterstattung, also bei Rezensionen und Buchvorstellungen, die Selfpublisher mehr einbeziehen würden. Unter den selbstverlegten Werken lassen sich viele Schätze eben jenseits des Mainstreams entdecken, die oftmals genauso gut wie Verlagspublikationen sind. Im Selfpublishing gibt es zudem wesentlich mehr Nischen, auch für angeblich „abwegige“ Geschichten, in die Verlage kein Geld investieren. Die Vielfalt ist einfach enorm, und das sollte noch mehr bekannt gemacht werden und sich auch in anderen Bereichen spiegeln.

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne mal für einen Tag tauschen und warum?

Darüber habe ich lange gegrübelt – und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mit niemandem tauschen möchte. Schon gar nicht mit Buchfiguren. Denn die Geschichten, die ich mit Vorliebe lese, behandeln zumeist die großen Dramen und Konflikte des Lebens und gehen nicht immer gut aus. Das, was die Figuren da zumeist durchmachen, möchte ich gar nicht erleben. Auch nicht für einen Tag. Da mag mein eigenes Leben vielleicht total langweilig und spießig erscheinen, aber immerhin ist es meines und ich bestimme, wo es lang geht – und nicht eine anderer Autor*in! ;-)

Ulrike Schimming im Netz:

Website: www.letterata.de
Facebook: www.facebook.com/u.schimming
*Buch: www.buchhandel.de/buch/Glaube-Liebe-Stigmata-9783745036138

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